© LfSt Rheinland-Pfalz

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Fragen und Antworten zum elektronischen Belegabruf

Die ELSTER-Familie enthält auch die Möglichkeit zum elektronischen Belegabruf. Mit diesem kostenlosen Serviceangebot unterstützt die Steuerverwaltung die Bürgerinnen und Bürger bei der Erstellung ihrer Einkommensteuerklärung. Hierzu können die elektronisch bereitgestellten Informationen direkt in die Erklärung übernommen werden (vorausgefüllte Steuererklärung).

1. Welche Informationen weden bereitgestellt ?

Die Bürgerinnen und Bürger oder deren Bevollmächtigten können die hierzu bei der Steuerverwaltung gespeicherten Grund- und Belegdaten elektronisch abrufen. Es werden insbesondere solche Belegdaten zum Abruf bereitgestellt, die von Dritten an die Finanzverwaltung unter Verwendung der steuerlichen Identifikationsnummer übermittelt worden sind. Zum Beispiel können folgende Daten abgerufen werden:       

  • Angaben aus Lohnsteuerbescheinigungen (z.B. Bruttoarbeitslohn und einbehaltene Lohnsteuer des Arbeitnehmers)
  • Angaben aus Mitteilungen über den Bezug von Lohnersatzleistungen (z.B. Arbeitslosengeld, Krankengeld, Kinderkrankengeld, Mutterschaftsgeld, Elterngeld)
  • Angaben aus Mitteilungen über den Bezug von Renten
  • Angaben über Beiträge zur Basiskrankenversicherung und gesetzlichen Pflegeversicherung (Zahlungen an Kranken- und Pflegeversicherung sowie Erstattungen)
  • Angaben über Beiträge zur Altersvorsorge (Riester-Rente)
  • Grundinformationen wie Name, Religionszugehörigkeit sowie für den Steuerkontoinhaber Adresse und Bankverbindung.
2. Ab wann sind die Belegdaten abrufbar?

Der Abruf vorliegender Belegdaten ist jeden Tag rund um die Uhr möglich. Zudem können die Daten auch mehrfach abgerufen werden. Damit kann festgestellt werden, ob mittlerweile alle relevanten Belegdaten an die Steuerverwaltung übermittelt wurden und einer Erklärungsabgabe bzw. Erteilung eines Steuerbescheides nichts mehr im Weg steht.

Aufgrund der jeweiligen gesetzlichen Übermittlungsfrist werden viele dieser Belegdaten erst Ende Februar des folgenden Jahres übermittelt und stehen dementsprechend auch nicht direkt zu Jahresbeginn zum Abruf bereit. Beispielsweise haben die Arbeitgeber nach Ablauf des Jahres bis zum 28. Februar Zeit, um die Lohnsteuerbescheinigungen für ihre Arbeitnehmer zu übermitteln. Gleiches gilt auch für Beitragsdaten zur Kranken- und Pflegeversicherung und zur Altersvorsorge sowie Rentenbezugsmitteilungen.

3. Wie erfolgt der Belegabruf?

Voraussetzung für den Abruf ist eine Registrierung in Mein ELSTER  mit Ihrer persönlichen steuerlichen Identifikationsnummer in Mein ELSTER: zur Registrierung

Anschließend ist die Anmeldung zur Teilnahme am Belegabrufverfahren möglich. Nach der Anmeldung kann der Datenabruf in Mein ELSTER oder auch über die Dienste kommerzieller Softwareanbieter erfolgen.

Sofern die abgerufenen Daten im Sinne einer Ausfüllhilfe in der Steuererklärung verwendet werden sollen, können diese unverändert übernommen oder angepasst oder auch wieder ganz gelöscht werden. Die Steuerverwaltung kann nicht nachvollziehen, ob und in welchem Umfang abgerufene Daten verwendet oder hiervon abweichende Daten eingegeben wurden. Bei Abweichungen kann das Finanzamt aber leider nicht weiterhelfen. Eine Klärung muss vielmehr mit dem Übermittler betroffener Belegdaten erfolgen (wie z.B. dem Arbeitgeber oder der Versicherung) und dieser ggf. um eine berichtigte Datenübermittlung gebeten werden, falls dieser keine korrekten Daten übermittelt hat.

Hinweis: Die vorausgefüllte Steuererklärung wird nur auf elektronischem Wege angeboten. Sie ist Teil der Bestrebungen, das Besteuerungsverfahren zu modernisieren und papierbasierte Verfahrensabläufe durch elektronische Datenübermittlung abzulösen. Die Steuerverwaltung wird daher keine Papiervordrucke der Steuererklärung mit eingetragenen Daten versenden - auch wenn man dies anhand der Bezeichnung »vorausgefüllte Steuererklärung« vermuten könnte.

4. Wer kann die Belegdaten abrufen?

Da die Wahrung des Steuergeheimnisses auch bei der vorausgefüllten Steuererklärung oberste Priorität hat, können nur Sie selbst oder ausdrücklich durch Sie autorisierte Personen - wie etwa Ihr Ehepartner - die Belegdaten abrufen.

Darüber hinaus können auch Dritte (z. B. seinen Steuerberater oder Lohnsteuerhilfeverein) für den Abruf der persönlichen Daten bevollmächtigt werden, um diese für die Erstellung der Steuererklärung zu verwenden. Die Bundessteuerberaterkammer hat sich hierzu frühzeitig mit der Steuerverwaltung abgestimmt, um das Massenverfahren zur Berechtigungserteilung möglichst einfach zu gestalten. Die Steuerberater betreiben eine so genannte Vollmachtsdatenbank um Vollmachten zur Vertretung ihrer Mandanten in Steuersachen auf elektronischem Wege gegenüber der Steuerverwaltung nachzuweisen.

5. Weitere Informationen

Zusätzliche Hinweise und Erläuterungen zu den hier aufgeführten Begriffen finden Sie hier:

Flyer und Merkblätter

 

6. Hilfe bei allgemeinen und technischen Fragen

ELSTER-Hotline

Kontaktformular: zum Kontaktformular

E-Mail: hotline@elster.de
Telefon: 0800 52 35 055
Für Anrufer mit ausländischer Rufnummer: +49 180 5 23 50 55

Die ELSTER-Hotline ist von Montag bis Freitag zwischen 7:00 Uhr und 22:00 Uhr, am Samstag, Sonntag sowie an bundeseinheitlichen Feiertagen von 10:00 Uhr bis 18:00 Uhr erreichbar.

 

7. Hilfe bei Fragen zu fehlenden Belegen beim Belegabruf *

Info-Hotline der Finanzämter in Rheinland-Pfalz

Telefon: 0261/20179279
Montag bis Donnerstag von 08:00 Uhr - 17:00 Uhr
Freitag von 08:00 Uhr - 13:00 Uhr

* Nur für Bürgerinnen und Bürger mit Wohnsitz in Rheinland-Pfalz

 

8. Auskunft und Löschung von vergebenen und erhaltenen Rechten zum Belegabruf *

Landesamt für Steuern Koblenz

Registrierungsstelle ELSTER
Ferdinand-Sauerbruch-Str. 17
56073 Koblenz
Telefon: 0261/4932-36707
E-Mail: RegSt-ELSTER@fin-rlp.de

* Nur für Bürgerinnen und Bürger mit Wohnsitz in Rheinland-Pfalz

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